Parodontologie

Parodontologie

Bei der Parodontitis handelt es sich um eine fortschreitende Entzündung des Zahnhalteapparates, die überwiegend durch Bakterien hervorgerufen wird. Diese Bakterien finden sich vor allem in Belägen (der Plaque) und Zahnstein (verkalkte Plaque). Sie bilden sich vermehrt an überstehenden Füllungs- und Kronenrändern, sowie in Nischen, die für den Patienten nur schwer zu pflegen sind. Gifte aus dem Bakterienstoffwechsel wandern in das Zahnfleischgewebe und verursachen eine Entzündung. Wenn die Entzündung fortschreitet, bilden sich tiefe Zahnfleischtaschen. Gewebe und Knochen gehen zurück. Am Ende stehen Zahnlockerung und Zahnverlust.

Risikofaktoren für die Parodontitis sind:

  • Zahnstein
  • funktionelle Ursachen, d. h. falsche Belastungsverhältnisse der Zähne
  • das Vorhandensein bestimmter Bakterien bzw. ein Lebenspartner mit bestehender Parodontitis (Ansteckung!)
  • überschießende Reaktionen des eigenen Immunsystems
  • Tabakkonsum (Raucher haben verglichen mit Nichtrauchern ein 4- bis 6-fach erhöhtes Risiko, eine Parodontitis zu entwickeln)
  • Mundatmung
  • Diabetes mellitus
  • genetische Prädisposition

Parodontitis ist ein Risikofaktor für medizinische Probleme. So gilt ein Zusammenhang zwischen parodontalen Erkrankungen und einem erhöhten Risiko für das Auftreten von Herzinfarkten oder von Frühgeburten und auch von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises als wissenschaftlich gesichert. Parodontitis ist eine “Volkskrankheit”, fast jeder ist im Laufe seines Lebens irgendwann mehr oder weniger stark betroffen. Bei den über 40-Jährigen gehen mehr Zähne durch Parodontitis verloren als durch Karies.

Ziel der eigentlichen „Parodontitisbehandlung“ist es, die restlichen Bakterien und Ablagerungen in den tiefen Zahnfleischtasche zu entfernen und die Wurzeloberfläche zu glätten. Auf sauberen, glatten Wurzeloberflächen kann sich das Zahnfleisch wieder an der Wurzel anheften und die vorhandenen Taschen schließen. Die Parodontitisbehandlung war früher gefürchtet, weil das Zahnfleisch „weg geschnitten“ wurde und die Behandlung recht unangenehm war. Dies hat sich heute zum Glück geändert. Es werden – unter Betäubung – die Zähne im Bereich der Zahnfleischtaschen gründlich gereinigt. Durch den Einsatz modernster Geräte und Verfahren, wie z.B. der Ultraschall bzw. Piezo – Kürettage ist die Parodontitisbehandlung heute ein sehr wirkungsvolles und gleichzeitig schonendes Verfahren, so dass in den meisten Fällen gar keine „Operation“ mehr notwendig wird. Die Behandlung selbst ist wegen der Betäubung völlig schmerzfrei, und Beschwerden in den Tagen danach sind gering oder treten sogar gar nicht auf. Die Parodontitisbehandlung wird in der Regel in zwei Sitzungen durchgeführt. Für Fälle fortgeschrittener Parodontitis gibt es eine Reihe moderner Behandlungsverfahren, die den Erfolg der Behandlung nochmals deutlich verbessern können: z.B. Verfahren zur Knochenregeneration, wodurch das Knochenwachstum angeregt wird oder spezielle mikrobiologische Untersuchungen. Durch die neuen und schonenden Behandlungstechniken ist die Parodontitisbehandlung ein unproblematisches Routineverfahren geworden. Dennoch ist es wichtig, dass eine Parodontitis so früh wie möglich erkannt und behandelt wird: bei flachen beginnenden Zahnfleischtaschen ist nicht nur die Behandlung weniger belastend als bei einer fortgeschrittenen Parodontose, sondern vor allem ist auch die Prognose für den langfristigen Erhalt der Zähne besser.

Bakterien auf der Zahnoberfläche führen zur Entzündung des Zahnfleisches; erste Anzeichen sind Blutung, Rötung und Schwellung. Erfolgt keine Behandlung bilden sich Zahnfleischtaschen, in denen sich die Bakterien ungehindert vermehren können. Im weiteren Verlauf der Erkrankung führt dies zum Abbau des Kieferknochens, Zahnlockerung und Zahnverlust sind die Folge. Die sichtbaren Zeichen der Parodontitis sind:

  • Bluten des Zahnfleisches
  • Schwellung und Rötung des Zahnfleisches
  • ”Längerwerden” der Zähne
  • Wanderung und Lockerung der Zähne
  • Empfindlichkeit der Zahnhälse

Ziel ist es, die Bakterien maximal zu reduzieren oder zu eliminieren. Die Behandlung der Parodontitis setzt sich aus drei Teilen zusammen.

Vorbehandlung

Es erfolgt eine auf Ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmte Hygienephase mittels professioneller Zahnreinigung. Diese umfasst eine Säuberung der Zahnoberfläche und der Zahnfleischtaschen mittels modernster, gewebeschonender Instrumente. Damit wird die schädliche Bakterienflora um bis zu 90% reduziert. Weiterhin erfolgt die Aufklärung über moderne Mundhygiene. Unter unserer Anleitung erlernen Sie, eine auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Putztechnik, sowie den individuellen Einsatz von Pflegemitteln zur Zahnreinigung. Natürlich müssen ggf. überstehende Kronen- und Füllungsränder verbessert werden, damit Sie bei der Zahnpflege auch alle Stellen erreichen können

Nachbehandlung

Die Parodontitis ist eine chronische Erkrankung. Nach einer Behandlung ist diese Krankheit nicht „erledigt“. Das Zahnfleisch wächst zwar wieder mit den Zähnen zusammen und bei sehr gründlicher Zahnpflege wird dieser Zustand auch erhalten bleiben. Mit der Zeit kommt es aber zur Bildung von Zahnstein und Zahnbelägen an Stellen, die schwer erreichbar sind. Wenn diese nicht regelmäßig entfernt werden, bilden sich nach einiger Zeit wieder Zahnfleischtaschen, und dann kann sich der Zahnfleischzustand wieder verschlechtern. Daher ist nach einer Parodontitisbehandlung eine regelmäßige Kontrolle durch den Zahnarzt und regelmäßiges Entfernen der Zahnbeläge durch eine qualifiziert Prophylaxehelferin alle vier bis sechs Monate unbedingt erforderlich, wenn die Behandlung zum dauerhaften Erfolg führen soll. Die moderne Auffassung von der Parodontitisbehandlung ist so zu charakterisieren: die eigentliche „Behandlung“, die Reinigung der Zahnfleischtaschen und Wurzeloberflächen wird so schnell und schonend wie möglich durchgeführt. Dafür wird im Anschluss ein Leben lang größten Wert auf die parodontale Erhaltungstherapie gelegt. Diese Nachsorge ist eigentlich eher eine Vorsorge: durch prophylaktische Behandlungsmaßnahmen soll verhindert werden, dass die Erkrankung wieder „ausbricht“. Die Krankenkassen erlauben uns, zurzeit nur noch, einmal jährlich Zahnstein zu entfernen, und dies ist nach einer Parodontitisbehandlung in keinster Weise ausreichend. Die Wissenschaft bietet uns darüber hinaus umfangreiche Maßnahmen, um durch gründliche Prophylaxemaßnahmen das Zahnfleisch und den Zahnhalteapparat bei optimaler Gesundheit zu erhalten. Auf Wunsch führen wir in unserer Praxis alle heute möglichen speziellen Behandlungs- und Prophylaxemaßnahmen durch. Wir empfehlen dies auch grundsätzlich, auch wenn es eine private Investition des Patienten in die Zahngesundheit bedeutet.


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